SafeT Swiss AG

Die SafeT Swiss AG schliesst ihr erstes Jahr als selbstständige Tochtergesellschaft der Gebäudeversicherung Bern (GVB) mit einer positiven Bilanz. Die Anbieterin von Sicherheitsberatungen und Planungen integraler Sicherheitslösungen hat von steigender Nachfrage und ihrer etablierten Position am Markt profitiert.

Seit dem 1. Januar 2021 operiert die SafeT Swiss AG als selbstständige Tochtergesellschaft der GVB. Sie wurde als eigene Rechtsträgerin bereits per 8. Dezember 2020 gegründet und während des ersten Halbjahres 2021 rückwirkend in die Selbstständigkeit überführt. Verbunden war dies im Berichtsjahr mit juristisch und organisatorisch komplexen Prozessen. Diese waren für Kundinnen und Kunden allerdings kaum spürbar. 

Anzahl der Aufträge stetig steigend

Die SafeT Swiss AG betreute im Berichtsjahr rund 550 Mandate. Im Jahresverlauf war eine stetige Steigung zu verzeichnen. So ist die Auftragslage insbesondere in der deutschsprachigen Schweiz als erfreulich zu bewerten. Dies, zumal einzelne Branchen – etwa die Hotellerie – aufgrund von Covid-19 einen starken Kostendruck spürten und sich hinsichtlich externer Leistungen deutlich zurückhielten.

Weiterhin erfolgreich entwickelte sich die Nachfrage aus der Schifffahrtsbranche. Inzwischen etablierten wir uns in diesem Bereich als Brandschutzplanerin mit ausgewiesenem Spezialwissen. So begleiteten wir im Berichtsjahr Schiffsrevisionen auf fast jedem grösseren Schweizer See.

Spezifisches Know-how ausserhalb gängiger Richtlinien bewiesen wir auch im Rahmen einer Studie betreffend Ladeinfrastrukturen im Stadtgebiet. In einem hochspezialisierten Simulationsverfahren berechneten wir verschiedene Brandfallszenarien mit E-Fahrzeugen und deren Auswirkungen auf Infrastrukturbauten. 

Starke Nachfrage nach individuellen Schulungen

Eine wichtige strategische Positionierung stellt das Schulungsangebot dar. Zum einen führen wir standardisierte Kurse durch, wie den Brandschutzkurs für Sicherheitsbeauftragte und entsprechende Weiterbildungen. Zum anderen bieten wir massgeschneiderte Schulungen an, die auf das individuelle Gefahrenpotenzial eines Unternehmens ausgerichtet sind. 

Bei den Standardkursen verzeichneten wir im Berichtsjahr eher geringe Teilnehmendenzahlen. Eine hohe Nachfrage erfuhren dagegen die massgeschneiderten Kurse. Herausfordernd war nach wie vor der durch Covid-19 weiterhin erhöhte Koordinationsaufwand. So musste man Schulungen teils mehrfach vertagen: Der Brandschutzkurs für Sicherheitsbeauftragte etwa wurde dreimal, eine Fachtagung zweimal verschoben.

Bisher fanden alle Kurse nur vor Ort statt. Angesichts der digitalen Transformation überlegen wir uns, welche Angebote sich künftig auch online durchführen lassen.

Vernetzt in der ganzen Schweiz

Um uns weiter zu vernetzen, wollen wir vermehrt auf strategische Partnerschaften setzen. Im Berichtsjahr sind wir mehrere neue Kooperationen eingegangen. So zum Beispiel die Zusammenarbeit mit der Westschweizer Firma Lamy SA. Mit ihrer Expertise in der Schadstoffanalyse ergänzt sie unsere Leistungen hervorragend. Auch mit der Lobsiger & Partner GmbH, einem Spezialisten für Softwarelösungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, haben wir neu eine gegenseitige Unterstützung bei verschiedenen Mandaten vereinbart.

Fachkräftemangel spürbar

Herausfordernd waren im Berichtsjahr die im Verhältnis zur Auftragslage eher knappen personellen Ressourcen. Neue Mitarbeitende zu rekrutieren, gestaltet sich dabei schwierig. Daran zeigt sich deutlich der anhaltende Fachkräftemangel in der Branche.