Erläuterungen zur Jahresrechnung

Auch im Geschäftsjahr 2017 kann die Gebäudeversicherung Bern (GVB) erneut positive Zahlen präsentieren. Die Elementar- und Feuerschäden lagen zwar über den Vorjahreswerten, jedoch unter dem langjährigen Schnitt. Dank des positiven Ergebnisses wird es zum sechsten Mal in Folge auch im Geschäftsjahr 2017 möglich sein, eine Überschussbeteiligung auszuschütten, diesmal in der Höhe von 30 Millionen Franken. Dies entspricht einer Prämienreduktion von rund 15 Prozent auf der Jahresrechnung 2019.

Die Bruttoprämieneinnahmen konnten um 3,46 Prozent gesteigert werden. Dies ist auf das überdurchschnittliche Wachstum der GVB Privatversicherungen AG zurückzuführen. Die Rückversicherungsprämien liegen um 2,8 Millionen Franken unter dem Vorjahr, was auf die gestärkte Substanz der Gebäudeversicherung Bern (GVB) zurückzuführen ist. Insgesamt konnte der Ertrag aus der Versicherung um 5,87 Prozent erhöht werden.

Die Elementarschäden haben der Gebäudeversicherung Bern (GVB) Kosten von 59,2 Millionen Franken verursacht, was zwar über dem Vorjahreswert, aber unter dem langjährigen Schnitt liegt. Bei den Feuerschäden beträgt die Gesamtschadensumme 36,6 Millionen Franken, was unter dem Vorjahreswert liegt. Insgesamt lag die Schadensumme für Feuer- und Elementarschäden bei 95,8 Millionen Franken. Damit ist das Schadenjahr 2017 rund 34,7 Millionen Franken schlechter ausgefallen als das Vorjahr.

Um die extremen Schadenbelastungen der Jahre 1999, 2005 und 2007 auszugleichen, wurden damals Rückstellungen im Bereich Schadenausgleich und Katastrophenereignisse aufgelöst. Diese Rückstellungen konnten in den letzten Jahren wieder gebildet werden und müssen nun der erhöhten Bedrohungslage angepasst werden. Der Abschluss- und Verwaltungsaufwand liegt aufgrund der Investitionen in den Vertrieb über dem Vorjahresniveau.

Dank des ansprechenden Kapitalergebnisses und des guten technischen Ergebnisses konnte zum sechsten Mal in Folge eine Rückstellung für eine Überschussbeteiligung gebildet werden, die vollständig den Versicherten zugutekommt. Diese beträgt wie bereits im Vorjahr 30 Millionen Franken, was einer Prämienreduktion von rund 15 Prozent auf der Jahresrechnung 2019 entspricht. Aufgrund dieser Rückstellung und aufgrund der erhöhten Schadenslast schliesst das technische Ergebnis mit –49 Millionen Franken negativ ab.

Die Aktienmärkte entwickelten sich im Jahre 2017 sehr gut. Der globale Konjunkturaufschwung war intakt und die Inflation blieb moderat und in den meisten Sektoren und Branchen entwickelten sich die Gewinne positiv. Die verschiedenen geopolitischen Sorgen im Jahresverlauf 2017 hatten keine oder wenn, nur kurzfristige Auswirkungen auf die Märkte. Auch von geldpolitischer Seite drohte kein Gegenwind, sodass sich das Börsenjahr 2017 nahtlos in einen intakten Bullenmarkt einreiht.

Aufgrund des breit diversifizierten Portfolios und des hohen Immobilienbestandes erwirtschaftete die GVB ein Kapitalanlagenergebnis von 61 Millionen Franken. Dies liegt über dem Vorjahresergebnis von 23,1 Millionen Franken.

Im Bereich Prävention und Intervention wurden im Berichtsjahr 39,5 Millionen Franken investiert, dies übersteigt den Vorjahresbetrag von 38,5 Millionen Franken. Um den gesteigerten Anforderungen an die Stiftung für Prävention und nicht versicherte Gebäudeschäden gerecht zu werden, hat der Verwaltungsrat der Gebäudeversicherung Bern (GVB) beschlossen, das Stiftungskapital um 10 Millionen Franken zu erhöhen. Gesamthaft schloss die Rechnung infolge des Stiftungsbeitrags negativ ab.

Der ausserordentliche Aufwand enthält den Beitrag an die Stiftung für Kultur, Gesellschaft, Forschung und Wissenschaft.

Die Rechnung schliesst mit einem Gewinn von 9,7 Millionen Franken. Dadurch konnte die risikotragende Substanz der Gebäudeversicherung Bern (GVB) weiter gestärkt werden.