Konsolidierungsgrundsätze

Die konsolidierte Jahresrechnung der Gebäudeversicherung Bern (GVB) basiert auf den per 31. Dezember erstellten Einzelabschlüssen sämtlicher Gruppengesellschaften, an welchen die GVB direkt oder indirekt mehr als 50 Prozent des Grundkapitals oder der Stimmrechte hält.

Gestützt auf die Methode der Vollkonsolidierung werden Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag der konsolidierten Gesellschaften vollumfänglich erfasst. Der Anteil der Minderheitsaktionäre am Eigenkapital und am Ergebnis wird in der Konzernbilanz und -erfolgsrechnung separat ausgewiesen. Konzerninterne Aktiven und Passiven sowie Aufwendungen und Erträge aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert. Ebenso die Zwischengewinne, welche am Bilanzstichtag bestehen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der angelsächsischen Purchase-Methode. Dabei wird das Eigenkapital der Konzerngesellschaften zum Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der Gründung mit dem Buchwert der Beteiligung bei der GVB verrechnet. Zu diesem Zeitpunkt werden Aktiven und Passiven der Konzerngesellschaft nach konzerneinheitlichen Grundsätzen bewertet. Eine nach dieser Neubewertung verbleibende positive Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Eigenkapital der akquirierten Gesellschaft wird als Goodwill aktiviert und in den immateriellen Werten erfasst. Erworbener Goodwill wird über fünf Jahre abgeschrieben. Eine negative Differenz (Badwill) wird zum Zeitpunkt des Erwerbs mit dem Eigenkapital verrechnet.

Die vollkonsolidierten Gesellschaften erstellen ihre Jahresrechnungen in Schweizer Franken. Auf fremde Währungen lautende Bilanzpositionen werden zum Tageskurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die Effekte aus Fremdwährungsanpassungen werden in der Erfolgsrechnung erfasst.

 

 

Bewertungsgrundsätze

Die Bewertungsgrundsätze orientieren sich grundsätzlich an historischen Anschaffungs- oder Herstellkosten als Bewertungsgrundlage. Es gilt der Grundsatz der Einzelbewertung von Aktiven und Passiven. In Bezug auf die wichtigsten Bilanzpositionen bedeutet dies folgendes:

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungswerten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear vom Anschaffungswert. Software wird im Jahr der Anschaffung direkt der Erfolgsrechnung belastet.

Die Nutzungsdauer der einzelnen Sachanlagegruppen beträgt:

  • Verwaltungsgebäude: 50 Jahre
  • Immobilien: 50 Jahre
  • Maschinen/Mobiliar: 5 Jahre
  • Fahrzeuge: 5 Jahre
  • Büromaschinen: 5 Jahre
  • Informatikanlagen: 2 Jahre

Sachanlagen unter 10 000 Franken werden nicht aktiviert.

Die Kapitalanlagen der GVB sind wie folgt bewertet bzw. bilanziert:

  • Immobilien
    Bei den hier bilanzierten Immobilien handelt es sich um nicht selber genutzte Anlage- bzw. Renditeliegenschaften. Unter dieser Rubrik bilanziert die GVB ebenfalls ihre Miteigentumsanteile. Die Eigentumsanteile betragen zwischen 1 und 41,5 Prozent und es handelt sich dabei vorwiegend um Geschäftsliegenschaften. Sowohl die Renditeliegenschaften als auch die Miteigentumsanteile und das Bauland werden zu Anschaffungswerten abzüglich Abschreibungen bilanziert.
  • Wertschriften
    Aktien, Optionen, Wandelanleihen, Anlagefonds und festverzinsliche Papiere werden zu Anschaffungswerten abzüglich Abschreibungen bilanziert.
  • Derivative Finanzinstrumente
    Die GVB ist aufgrund ihrer Kapitalanlagen dem Risiko von Marktveränderungen ausgesetzt. Sie minimiert das Risiko von Kursschwankungen durch sorgfältige Titelauswahl, Diversifikation und den gezielten Einsatz von Absicherungsinstrumenten. Neben Derivaten für Absicherungszwecke werden im Rahmen der Anlagepolitik auch Derivate eingesetzt, um Opportunitäten zu nutzen. Die Derivate werden zu Anschaffungswerten abzüglich Abschreibungen erfasst.
  • Darlehen und Hypotheken
    Darlehen und Hypotheken werden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Abschreibungen bilanziert.

Die Forderungen werden zu Nominalwerten bewertet. Ausfallgefährdete Debitoren werden einzelwertberichtigt.

Diese Position umfasst in- und ausländische Barmittel, Sicht- und Depositengelder, Post- und Bankguthaben mit einer Restlaufzeit von höchstens 90 Tagen. Diese sind zum Nominalwert bewertet.

Die Rückstellungen für schwebende Feuer- und Elementarschäden werden einzeln, d.h. je Versicherungsfall nach der mutmasslichen Verpflichtung gegenüber dem Versicherten und/oder mathematisch bzw. statistisch aufgrund von Erfahrungswerten vorsichtig bemessen.

Die übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen wurden, aufgrund der vom Gesetz vorgesehenen unbeschränkten Haftung der GVB sowie in Abhängigkeit von den abgeschlossenen Rückversicherungsverträgen bzw. aufgrund der gegenüber Dritten eingegangenen Verpflichtungen, angemessen reserviert.
 

Die nicht versicherungstechnischen Rückstellungen bestehen hauptsächlich aus Rückstellungen für künftige Präventionsprojekte. Diese werden in Abhängigkeit der künftigen Präventionstätigkeiten angemessen bemessen.

Sämtliche übrigen Aktiven und Passiven werden zum Nominal- bzw. Anschaffungswert bewertet. Die betriebswirtschaftlich notwendigen Abschreibungen werden in angemessenem Umfang vorgenommen.