Asset Management

Dank des guten Börsenjahrs führte die Anlagestrategie der Gebäudeversicherung Bern (GVB) 2019 zu einem sehr guten Kapitalanlagenergebnis. Trotz Negativzinsen konnten in allen Anlagekategorien Gewinne erwirtschaftet werden.

Ungeachtet der zahlreichen politischen Turbulenzen wie des Wirtschaftskonflikts der USA mit China, des Brexits oder der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien erreichte die GVB im Geschäftsjahr 2019 mit 83,3 Millionen Franken ein hervorragendes Kapitalanlagenergebnis. Nach dem Börsentaucher zum Jahresende 2018 legten insbesondere die Aktien im neuen Jahr im zweistelligen Bereich zu. Wegen der Zinssenkungen der Notenbanken war Geld im Überfluss vorhanden, so dass auch in allen anderen Anlageklassen ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden konnte. Trotz Negativzinsen galt das auch für die Obligationen, bei welchen die bestehenden Positionen an Wert gewannen.

Im Immobilienbereich konzentriert sich die GVB seit Jahren erfolgreich auf nachhaltige Anlageobjekte. Im Zentrum stehen dabei energieeffiziente Bauten wie die geplante Wohn- und Geschäftsüberbauung auf dem Gelände des ehemaligen Tramdepots Burgernziel in Bern oder die Überbauung wohnbox – smart living an der Winterholzstrasse in Bümpliz-Oberbottigen. 2019 konnten das Projekt GenerationenWohnen in Burgdorf und die Überbauung Wylerhof in Bern ins Anlagevermögen übernommen werden. Letztere bietet Familien modernen Wohnraum zu moderaten Mietzinsen, was sich entsprechend auszahlte: Auf den Bezugstermin hin waren sämtliche 56 Wohnungen auf dem ehemaligen Grundstück der Maschinenfabrik Wifag komplett vermietet.

Die Anlagestrategie der GVB ist nicht auf kurzfristige Rekordgewinne ausgerichtet, sondern setzt auf Stabilität und Langfristigkeit. Sie ist nicht spekulativ und dient dem Zweck, den Kundinnen und Kunden auch in Zeiten zunehmender Elementarschäden niedrige Prämien und eine unbeschränkte Schadensdeckung gewähren zu können. Aus diesem Grund nehmen Immobilien seit jeher eine wichtige Rolle im Gesamtportfolio der GVB ein. Die Verteilung des Kapitals auf die einzelnen Anlageklassen war 2019 unverändert: Der Immobilienanteil betrug 37 Prozent. 2020 wird diese Verteilung überprüft. Zuletzt war 2017 der Immobilienanteil von 35 auf 37 Prozent erhöht worden