GVB Präventionsstiftung

Mit der Stiftung für Prävention und nicht versicherte Gebäudeschäden belohnt die Gebäudeversicherung Bern (GVB) die freiwillige Initiative von Hauseigentümern und Gemeinden zum Schutz vor Naturgefahren. 

Zwei Todesopfer, 6432 beschädigte Gebäude und eine Schadenssumme von 308,6 Millionen Franken: Das verheerende Hochwasser vom August 2005 ist das grösste Schadensereignis in der Geschichte der GVB. Sie reagierte darauf unter anderem mit der Gründung ihrer Stiftung für Prävention, die inzwischen mit der Stiftung für nicht versicherte Gebäudeschäden fusioniert wurde. 

Damit soll die Eigeninitiative von Hauseigentümern zum Schutz vor Naturgefahren honoriert und gefördert werden. Die Stiftung beteiligt sich ebenfalls finanziell, wenn sich mehrere Parteien zu einem Areal-Schutzkonzept zusammentun oder eine Gemeinde ein entsprechendes Anliegen hat. Gefördert werden nur freiwillig getroffene Massnahmen, bis zu einem Drittel der Gesamtkosten mit maximal 10 000 Franken. 

2019 leistete die Präventionsstiftung in über 200 Fällen finanzielle Hilfe. Das entspricht in etwa dem jährlichen Durchschnitt. Eine grosse Ausnahme bildet das Geschäftsjahr 2018. Aufgrund von «Burglind» waren die Versicherten sehr viel sensibilisierter für Naturgefahren und haben entsprechende Schutzmassnahmen vorgenommen.  

Folgende Massnahmen unterstützte die GVB Präventionsstiftung im Berichtsjahr unter anderem:

Familie Schenk aus Wangenried hatte innerhalb weniger Jahre zwei massive Hochwasserschäden mit Kosten
von knapp 30 000 Franken zu beklagen. Um das Haus vor eindringendem Wasser zu schützen, wurde das
Profil der Einfahrt verändert. Von den anfallenden 12 000 Franken übernahm die GVB einen Drittel.

Auch Hans Ulrich und Franziska Meister erlitten einen massiven Hochwasserschaden in ihrem Wohnhaus mit
Büroräumlichkeiten in Steffisburg. Zum Schutz vor weiteren Schäden liessen sie das Strassenprofil anpassen
und einen Sicherheitsanschluss an zwei Schmutzwasserschächte als Notabfluss anbringen. Zudem wurde der
Rasenplatz mit Stellriemen von der Strasse abgegrenzt. Gesamtkosten: 17 000 Franken. Die Stiftung übernahm
davon ebenfalls einen Drittel.
 

Von der Stiftung werden jedoch nicht nur Hochwasser-Präventionsmassnahmen unterstützt, sondern auch
zum Schutz vor Hagelschlag, Sturmwinden oder Hausschwamm. So wie bei Manuela Knubel aus
Grosshöchstetten. Wände, Boden und Gestell im Keller des Hauses waren von Hausschwamm befallen. An
die Behebungskosten von knapp 4500 Franken steuerte die Stiftung 1500 Franken bei.