Seit sieben Jahren klimaneutral

Die GVB gehört zu den ersten Unternehmen in der Schweiz, die ihr innerbetriebliches Klimaschutzengagement zertifizieren liessen. Das Unternehmen, das als Versicherer von Elementarschäden direkt von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen ist, nimmt seine Vorbildfunktion ernst.

Das Jahr 2007 ist für die GVB in Sachen Klimaengagement ein Schlüsseljahr: Die GVB feierte damals ihr 200-jähriges Bestehen und beschloss nach schadensintensiven Jahren, sich des Themas Klima anzunehmen. «Die GVB ist als Versicherer von Elementarschäden direkt von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Deshalb ist es wichtig, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren», erklärt Ueli Winzenried, der die Ausrichtung der GVB als Vorsitzender der Geschäftsleitung in den letzten zwei Jahrzehnten geprägt hat. Aus diesem Grund initiierte die GVB das «Nationale Klimaforum», das 2007 in Thun zum ersten Mal stattfand. Über 400 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutierten damals die Auswirkungen des Klimawandels. Daraus wurde später der Swiss Energy and Climate Summit (SwissECS), der weit über die Landesgrenzen hinaus für Beachtung sorgte.

Ziel: eine CO2-neutrale Geschäftstätigkeit
Aber auch intern wollte man etwas fürs Klima tun. «Wir haben eine Vorbildfunktion: Wir können nur glaubhaft auf den Klimawandel aufmerksam machen, wenn wir uns auch selber als Unternehmen dafür engagieren», ist Ueli Winzenried überzeugt. Aus diesem Grund wurde 2007 eine interne Klimastrategie definiert mit dem Ziel, die CO2-Emissionen schrittweise zu reduzieren und zu kompensieren. Ueli Winzenried war es auch, der dafür plädierte, das Einhalten der Klimaziele zu überprüfen und das Unternehmen zertifizieren zu lassen. Entschieden hat man sich dazumal für das Beratungsunternehmen Swiss Climate, dessen Label das einzige in dieser Form in der Schweiz ist. 

 

Lob vom Fachmann
Tobias Jung, Senior Consultant bei Swiss Climate, ist ein Fachmann für Nachhaltigkeitsbewertungen und Carbon-Footprints. Er würdigt das Engagement der GVB: «Mit dem frühen Identifizieren der eigenen CO2-Emissionsquellen und dem konsequenten Umsetzen relevanter Reduktionsmassnahmen gehört die GVB zu den Schweizer Pionieren des CO2-Managements. Relativ gesehen, das heisst in Bezug zur zunehmenden Grösse der Belegschaft, konnte die GVB ihre CO2-Emissionen seit 2007 kontinuierlich senken.» 2018 wies die GVB noch einen Key Performance Indicator (KPI) von 1,3 Tonnen CO2 pro Mitarbeitenden aus. Damit ist auch der Fachmann zufrieden. Er freut sich, dass nach der Revision der Klimastrategie im Jahr 2015 die GVB sogar noch einen Gang zugelegt hat: «Durch den Ersatz der gesamten Autoflotte durch Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb und den Einsatz von Ökostrom hat die GVB ihre CO2-Emissionen um insgesamt 43 Prozent reduziert, pro Mitarbeitenden beträgt der Rückgang sogar 54 Prozent. Das ist ein eindrücklicher Impact.»

Gold für die GVB
Und dieses Engagement wird entsprechend gewürdigt: Seit 2007 ist die GVB von Swiss Climate zertifiziert, seit 2013 erhält sie ununterbrochen das höchste Label Swiss Climate CO2 Neutral («Gold»). Dieses wird verliehen, wenn ein Unternehmen klimaneutral ist, wenn also die Treibhausgasemissionen der Kerngeschäftstätigkeit mindestens vollständig kompensiert werden. Daneben gibt es noch die Abstufungen Swiss Climate CO2 Footprint («Bronze») und Swiss Climate CO2 Optimiert («Silber»). Wie branchenübergreifend das Swiss Climate Label ist, widerspiegelt sich in der Vielfalt der zertifizierten Unternehmen: So zählen unter anderem auch Coca-Cola Schweiz, Lidl Schweiz, die Basler Kantonalbank und Texaid zu den Labelträgern.

 

Weitere Reduktion liegt drin
Auf dem Weg zu einer CO2-effizienten Geschäftstätigkeit sieht Tobias Jung aber noch weiteres Potenzial für die GVB: «Bei der Heizung und den Pendelfahrten liegen weitere Verbesserungen drin.» Als Finanzdienstleisterin mit verwalteten Vermögenswerten in Wertpapieren und Immobilien habe die GVB in diesen Bereichen ebenfalls eine relevante Umweltwirkung. Bereits jetzt legt das Unternehmen sehr viel Wert auf ökologisch nachhaltige und visionäre Bauprojekte. Der Fachmann sieht aber noch weiteres Potenzial: «Es lohnt sich, diese Bereiche künftig noch stärker aus der Umweltperspektive zu betrachten.»

 

Sie möchten gerne wissen, in welchen Bereichen die GVB Gruppe wie viele CO2-Emissionen ausstösst? Erfahren Sie es in unserem Umweltbericht.