Anlagestrategie

Die versicherungstechnischen Rückstellungen sowie das Eigenkapital bilden die risikotragende Substanz der Gebäudeversicherung Bern (GVB). Es gilt, die Mittel möglichst ertragbringend und unter gleichzeitiger Beachtung des Risikos anzulegen.

Bei der GVB sind bedeutende Vermögenswerte in Wertpapieren und Immobilien angelegt. Das professionelle Management dieser Anlagen im zumeist volatilen Markt ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Stabilität der GVB. Sie bewirtschaftet die Anlagen im Rahmen einer straff geregelten Organisation und mit einer klar definierten Anlagestrategie. Diese ist nicht spekulativ ausgerichtet und basiert auf einer langfristigen Zielrendite von 3 Prozent.

Grundlage für alle Entscheide im Bereich Anlagen bildet das vom Verwaltungsrat genehmigte Anlagereglement. Die Anlagepolitik muss einer effizienten finanziellen Führung jederzeit entsprechen. Die Ertragsmöglichkeiten auf den Finanzmärkten sollen optimal ausgeschöpft, unvorhergesehene Ertragseinbrüche möglichst begrenzt und kritische Entwicklungen in der Vermögensbewirtschaftung frühzeitig erkannt werden.

Zur Bewirtschaftung der Finanzwerte und Vermögensanlagen setzt die GVB auf streng geordnete Verantwortlichkeiten und Kompetenzen:

  • Der Verwaltungsrat genehmigt das Anlagereglement und wählt den externen Investment Controller.
  • Der Bereich Immobilien wird jährlich nebst dem externen Investment Controller zusätzlich durch einen anerkannten externen Experten überprüft.
  • Der Verwaltungsrat genehmigt jährlich die Anlagestrategie mit Bandbreiten zu den einzelnen Anlageklassen.
  • Die operative Umsetzung der Anlagestrategie liegt bei der Geschäftsleitung. Dazu gehören die Auftragsspezifikation für die internen und externen Portfoliomanager und die Vergabe von Verwaltungsaufträgen.
  • Das externe Investment Controlling sorgt für rechtzeitige und zuverlässige Informationen. Es hat die für eine effiziente Führung erforderliche Transparenz der Vermögensbewirtschaftung zu gewährleisten. Anhand von Peer-Group-Vergleichen werden die erzielten Resultate an den Ergebnissen von 200 ähnlich gelagerten Instituten gespiegelt.
  • Zur Vermeidung von Interessenkonflikten besteht eine Aufteilung der beiden Teilgebiete Vermögensbewirtschaftung und externes Investment Controlling.

Die Umsetzung erfolgt mit internen wie externen Anlagemanagern. Dabei wird pro Segment bestimmter Anlagen ein spezialisierter Manager bezeichnet. Dieser erhält detaillierte Auftragsleitlinien. Als Vergleichsgrösse für die Beurteilung der Leistung der einzelnen Manager dient der entsprechende Performance Index. Dabei wird mehrheitlich auf passive Umsetzung in den Mandaten gesetzt. So werden im Bereich Aktien rund 70 Prozent der Anlagen passiv, das heisst indexgebunden, bewirtschaftet. Im Bereich Immobilien wird fast ausschliesslich auf direkte Anlagen gesetzt. Es handelt sich dabei um Wohnbauten in guten Lagen, vorwiegend im Kanton Bern. Diese bilden die stabile Grundlage des Portfolios.